Ruhr-Universität Bochum

Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in), 75 % - 3 Jahre

Online seit
14.07.2017 - 08:55
Job-ID
BO-2017-07-06-127119
Jobtyp
Wissenschaftl. Mitarbeiter(in)

Beschreibung

Die Ruhr-Universität Bochum (RUB) ist eine der führenden Forschungsuniversitäten in Deutschland. Als reformorientierte Campusuniversität vereint sie in einzigartiger Weise die gesamte Spannbreite der großen Wissenschaftsbereiche an einem Ort. Das dynamische Miteinander von Fächern und Fächerkulturen bietet den Forschenden wie den Studierenden gleichermaß en besondere Chancen zur interdisziplinären Zusammenarbeit.

Am Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV) der RUB ist – vorbehaltlich der endgültigen Finanzierungszusage durch das BMBF – zum 01.10.2017 die Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters/einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin (TV-L E 13) mit einer Wochenarbeitszeit von 29,87 Stunden (Teilzeit) für die Dauer von drei Jahren zu besetzen.

Das IFHV ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der RUB mit Sitz im sogenannten „Bochumer Fenster“ in der Nähe des Bochumer Hauptbahnhofs. Ausgehend von einer traditionell starken völkerrechtlichen Ausrichtung und Expertise betreibt und fördert es interdisziplinäre Forschung und Lehre im Bereich der Humanitarian Studies unter Beteiligung der Disziplinen Rechtswissenschaft, Sozialwissenschaft, Geowissenschaften und Medizin.

Sie erwartet eine vielfältige Tätigkeit in einem Zentralinstitut mit diversen Kooperationspartnern im In- und Ausland. Der Schwerpunkt der Tätigkeit ist im Bereich der Krisen- und Katastrophenrisikoforschung angesiedelt und liegt auf der wissenschaftlichen Betreuung und Durchführung eines Verbund-Forschungsprojekts zur Resilienz durch sozialen Zusammenhalt und der Rolle von Organisationen, das in enger Zusammenarbeit mit den beiden Verbundpartnern, der Bergischen Universität Wuppertal und dem Deutschen Roten Kreuz, durchgeführt wird.

Das geplante Verbundvorhaben widmet sich der Frage, welche Rolle der soziale Zusammenhalt in der Arbeit von Katastrophenschutzorganisationen, Wohlfahrtsverbänden, Nachbarschaftsorganisationen und Kommunalverwaltungen bei der Bewältigung von Krisen und Umbrüchen spielt und was Entstehungsbedingungen für sozialen Zusammenhalt sind. Diese Fragen werden in einem, in vier deutschen Referenzregionen umgesetzten, repräsentativen, gemischt qualitativ-quantitativen Untersuchungsdesign bearbeitet. Auf dieser Basis sollen anschließend Handlungsempfehlungen für Organisationen erarbeitet werden, wie Aspekte des sozialen Zusammenhalts als Resilienzfaktor in die Strategieentwicklung einbezogen werden können und der soziale Zusammenhalt (unter anderem durch die Zusammenarbeit verschiedener Organisationen) gestärkt werden kann. Zugleich wird damit ein Beitrag zur Theorieentwicklung geleistet, der Aspekte des sozialen Zusammenhalts im Kontext von Krisen und Umbrüchen konzeptualisiert.

Zu Ihren Aufgaben gehören:

  • Wissenschaftliche Forschung im Rahmen des Forschungsprojekts, insbesondere qualitative und quantitative Feld- und Organisationsforschung und Datenbankanalyse zu Resilienz und sozialem Zusammenhalt.
  • Eigenständige Forschung im Bereich der Humanitären Hilfe, der Kommunalverwaltung, der Katastrophenrisikoforschung und angrenzenden Forschungsfeldern und Verfassen von wissenschaftlichen Beiträgen
  • Organisation und Auswertung von öffentlichen Veranstaltungen, Konsortialtreffen, und wissenschaftlichen Workshops und Tagungen im Zusammenhang mit dem Forschungsprojekt

Die Möglichkeit zur Promotion wird im Rahmen des Projekts gegeben.

Erfolgt die Finanzierung bei der Einstellung ausschließlich von externen Drittmittelgebern, besteht für die Beschäftigten keine Verpflichtung zur Übernahme von Lehrverpflichtung.

Ihre aussagefähige Bewerbung (Motivationsschreiben und Lebenslauf inkl. Veröffentlichungsliste sowie zwei Namen möglicher Gutachter) senden Sie bitte per E-Mail an ifhv@rub.de (im PDF-Format / eine Datei). Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV), Ruhr-Universität Bochum, Herrn Prof. Dr. Dennis Dijkzeul, Massenbergstraße 9 B, 44787 Bochum.

Fahrtkosten für Vorstellungsgespräche können leider nicht erstattet werden.

Wir wollen an der Ruhr-Universität Bochum besonders die Karrieren von Frauen in den Bereichen, in denen sie unterrepräsentiert sind, fördern und freuen uns daher sehr über Bewerberinnen. Auch die Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter und gleichgestellter Bewerber und Bewerberinnen sind herzlich willkommen.

Anforderungsprofil

  • Hochschulabschluss in der Geographie oder den Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Katastrophenforschung, Sicherheitsforschung, humanitäre Hilfe oder Entwicklungszusammenarbeit
  • Sehr gute Kenntnisse in quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden
  • Interesse an eigenständiger Forschungsarbeit
  • Erfahrungen in Organisation und Durchführung von Veranstaltungen/Workshops und der Koordinierung von Prozessen mit verschiedenen Stakeholdern
  • Freude am Verfassen von Texten und Fähigkeit komplexe wissenschaftliche Inhalte einem breiten Zielpublikum zugänglich zu machen
  • Kooperativer Arbeitsstil, Flexibilität und Organisationstalent
  • Wünschenswert sind Auslandserfahrungen und/oder praktische Erfahrungen im Bereich Katastrophenmanagement, humanitäre Hilfe oder Entwicklungszusammenarbeit
  • Vorausgesetzt wird die Bereitschaft für Dienstreisen nach Berlin, Wuppertal und Münster
  • Vorausgesetzt werden sehr gute schriftliche und mündliche Kenntnisse des Englischen
  • Vorausgesetzt werden sehr gute PC-Kenntnisse, wie z. B. MS-Office, SPSS-X, MAXQDA

Art der Beschäftigung

Teilzeit

Vergütung

TV-L E13

Kontaktdaten

Ansprechpartner
Herr Prof. Dr. Dennis Dijkzeul
Einsatzort
Massenbergstr.
9 B
44787 Bochum
Deutschland
Telefon
+49 234 3227932
E-Mail

Weitere Informationen

Institut / Einrichtung
Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht
Zeitraum der Beschäftigung
möglichst ab dem 01.10.2017, befristet auf 3 Jahre
Bewerbungsfristende
Freitag, 11. August 2017 - 23:59