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Gehaltsgrenze: Soviel darfst du mit deinem Studentenjob verdienen

Kategorie: Gehalt

Arbeiten neben dem Studium macht im besten Fall nicht nur Spaß, sondern verschafft dir auch eine ganze Menge wertvoller Erfahrung. Das Gehalt ist dabei natürlich auch nicht zu vergessen. Studieren mit einem vollen Sparschwein macht schon etwas her.
Weniger her macht es allerdings, wenn nach dem Jahreswechsel Rechnungen für Versicherungen und Forderungen für Sozialabgaben im Briefkasten liegen.
Aus diesem Grund kann es eine gute Idee für dich sein, hier zu lesen, welche Gehaltsgrenzen für dich gelten, wenn du neben deinem Studium bei einem Unternehmen arbeitest. Am besten vor dem Jahreswechsel. Und vor deinem Arbeitsbeginn.

Ein Studium ist nicht gerade günstig. Die Miete will bezahlt werden, was in manchen deutschen Städten alleine schon eine Herausforderung ist. Dazu kommen noch die Studiengebühren, Taschengeld für die obligatorische Reise nach Hause und natürlich muss Otto-Normal-Student auch einmal was futtern.

Da sollte das Geld pro Monat stimmen. Sonst wird studieren schnell neben dem normalen täglichen Wahnsinn zum Dauerstress.

Aus diesem Grund arbeiten in Deutschland rund zwei Drittel aller Studierenden neben dem Studium bei einem Unternehmen.

Jobs für Studis gibt es dabei in fast allen Städten wie Sand am Meer. Und nicht nur die Auswahl an Unternehmen ist groß, sondern auch die Chancen, die du durch einen Studentenjob bekommst.

Lies hierzu auch 5 Gründe, warum du neben dem Studium arbeiten solltest. Da freut sich nämlich nicht nur dein Sparschwein, sondern auch deine Berufsaussichten. Und deine Nerven sowieso.

Wenn du jetzt also überzeugt bist, dass ein Studentenjob die richtige Wahl für dich ist, dann gehen dir bestimmt eine ganze Menge an Fragen durch den Kopf. Ein Nebenjob bedeutet im Studium schließlich nichts anderes, als ein Grundeinkommen durch BAföG oder die Eltern durch zusätzliches Geld aufzustocken.

Gerade, wenn du BAföG-Empfänger bist, ist es wichtig bestimmte Gehaltsgrenzen zu beachten. Aber auch, wenn deine Eltern dich unterstützen, musst du darauf achten, dass dein Studentenjob sich lohnt und vom Nettoverdienst nach Sozialabgaben und Versicherung noch etwas übrigbleibt.

Als erstes stellt sich beim Thema Gehaltsgrenzen daher die wichtigste Frage: wie willst du eigentlich arbeiten? Oder wie darfst du arbeiten? Dein Nebenjob sollte nämlich vor allem eins: dein Konto füllen und nicht leeren.

Drei Arten von Studentenjobs und ihre Gehaltsgrenzen

Bevor du dich auf die Suche nach Jobs machst, ist sinnvoll, dir Gedanken zu machen, was sich lohnt. Denn das ist verschieden je nach deinem Studium, deiner Zeit und deinem Grundeinkommen.

Folgende zwei Punkte sind bei deiner Entscheidung als Eckpunkte wichtig:

  • Was soll dir der Studentenjob bringen?

Eines ist sicher. Dein Studium ist anstrengend. Deshalb gibt es viele Studenten, die im Nebenjob den Kopf frei bekommen möchten. Das kannst du bei einem Kellnerjob oder auch bei jedem anderem, der wenig Denksport erfordert. Allerdings kann ein Studentenjob bei einem fachlich zu deinem Studium passenden Unternehmen auch eine richtig gute Chance sein und auch ein höheres Gehalt kann dort winken. Oder eine wichtige Ergänzung deines Lebenslaufes. Es lohnt sich also, schon beim Studieren über diese Entscheidung nachzudenken.

  • Welches Gehalt will und darf ich pro Monat auf dem Konto haben?

Die Gehaltsgrenze ist der zweite wichtige Punkt bei deiner Entscheidung für einen bestimmten Studentenjob. Da kann dein Gehalt bei einem Top-Unternehmen noch so hoch sein. Wenn du dadurch aus der Familienversicherung fällst oder dein BAföG gestrichen wird, verdienst du unter dem Strich sehr viel weniger. 

Neben deiner persönlichen Entscheidung, wie und warum du neben deinem Studium arbeiten möchtest, solltest du also einen Überblick über deine individuellen Gehaltsgrenzen bekommen. Diese sind abhängig vom Gehalt und damit wiederum abhängig von der Form des Nebenjobs. Die Form deines Studentenjobs lässt sich dabei grob in drei Muster aufteilen:

1. Der 450-Euro Nebenjob. Ein Gehaltsgrenzentraum.
Die wohl einfachste Variante für dich neben dem Studium ist eine Tätigkeit als Aushilfe auf 450-Euro Basis. Dein Gehalt beträgt hier stabil pro Monat 450 Euro, wofür du etwa 7-12 Stunden pro Woche arbeiten musst.

Es gibt viele Unternehmen, aber auch kleine Betriebe, die diese Form der Nebenjobs anbieten. Denn genauso lukrativ wie für dich, ist es auch für das Unternehmen. Mit dieser Variante kannst du unbesorgt studieren und musst dir über Sozialabgaben und Gehaltsgrenzen keine Gedanken machen.

Außer du möchtest bereits in deine Rentenkasse einzahlen. Dann bist du mit rund 17 Euro pro Monat dabei. Quasi wie der Rundfunk. Nur freiwillig.

2. Werkstudenten. Hallo Gehaltsgrenzen, Hallo volles Studentenkonto.
Arbeiten und studieren ist das Motto von Werkstudenten. Das Gehalt liegt bei vielen Unternehmen für diese Positionen etwas höher, als das Gehalt für Aushilfen. Mit einer Stundenwoche von 18 Stunden, kann dein Gehalt da schnell einmal am vierstelligen Bereich kratzen.

Aus diesem Grund musst du deine Gehaltsgrenzen kennen! Denn nur bei einem Jahresgehalt von unter 8.130 Euro plus Werbungskostenpauschale von 1.000 Euro bleibst du in der Familienversicherung für das Studium. Sobald dein Jahresgehalt also über 9.000 Euro kommt, kann es kritisch werden.

Am besten erkundigst du dich vor der Aufnahme des Jobs bei deiner Uni oder der Verbraucherzentrale nach einer individuellen Lösung. 

3. Selbstständige. Gehaltsgrenzen für Unternehmer-Studis.
Die wohl kompliziertesten Regelungen für Gehaltsgrenzen sind bei den Unternehmern zu finden. Dafür gibt es hier aber auch eine Menge Möglichkeiten, ein ganzes Unternehmen aufzubauen und trotzdem innerhalb der Gehaltsgrenzen zu bleiben. Es ist sogar möglich, die Gehaltsgrenzen für BAföG einzuhalten, dein Studium zu absolvieren und gleichzeitig dein Unternehmen zu gründen.

Das Stichwort heißt hierbei nämlich: investieren. Und zwar so viel, dass dir abzüglich aller Kosten maximal so viel auf dem Konto bleibt, wie es deine individuellen Gehaltsgrenzen erlauben. So baust du dir nicht nur deine Tätigkeit als Freiberufler auf, oder gründest ein Kleingewerbe, sondern behältst auch die Förderung für dein Studium.

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Zu viel verdient? Außerordentliche Regelungen für deine Gehaltsgrenzen.

Neben den Regelungen für die drei Formen einer Nebentätigkeit parallel zum Studium gibt es auch Regelungen zu Studis, die ab und zu ein höheres monatliches Gehalt haben.

Wenn du weniger als 50 Tage im Jahr mehr verdient hast, als 450 Euro im Monat, musst du beispielsweise keine Sozialversicherungsabgaben leisten.

Auch wenn du zwei Jobs miteinander verbinden möchtest, gibt es steuerliche Vorteile, mit denen du weiterhin die Vorzüge deines Studiums in Anspruch nehmen kannst. Hier lohnt sich im individuellen Fall ein Gang zum Beratungsbüro an deiner Uni. Für Empfänger von BAföG gelten dagegen andere Regeln.

Dein Gehalt. Dein BAföG. Das sollte stimmen.

Als BAföG Empfänger musst du darauf achten, dass du im Monat neben dem Studieren nicht mehr verdient hast, als 450 Euro. Immer. Denn sobald deine Lohnsteuerbescheinigung zum BAföG-Amt gelangt, wird dir im schlimmsten Fall die Förderung gestrichen, auch wenn du noch ein paar Jahre zu studieren hast.

Die jährliche Gehaltsgrenze liegt bei 4880 Euro pro Jahr. Natürlich kannst du damit in einem Monat mehr verdienen und in einem anderen weniger. Wenn dein Verdienst sich dagegen Mitte des Jahres schon auf die 5.000 Euro zubewegt, solltest du die Bremse einlegen. Und lieber wieder entspannt studieren, ohne zu arbeiten. Das kann nämlich auch mal Vorteile haben.


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Über die Autorin: Sofia Nelles ist waschechte Digital Native und Masterstudentin an der HAW Hamburg. Sie ist begeistert von fertigen To-Do-Listen, gutem Wetter in Hamburg und Out-of-the-Box Ideen.