Nebenjob im Büro: Wie du mit Büroarbeit nebenbei Geld verdienst

Kategorie: Jobsuche

Oft stellt sich im Studium die Frage, welcher Nebenjob genau dazu geeignet ist, um neben den Klausuren und dem ganzen Lernstress noch entspannt das Sparschwein aufzufüllen. Während die einen den Kopf frei bekommen und im Minijob richtig mit anpacken wollen, suchen sich die anderen einen Job als Bürohilfe, wo nicht selten sogar die theoretischen Fähigkeiten in die Praxis umgesetzt werden können. 

Wenn du genau an dem Punkt stehst, zu überlegen, welcher Nebenjob zu dir passt, dann bist du hier richtig. Denn für einen Job im Büro braucht es mehr als die Fähigkeit, Kaffee zu holen und Botengänge zu erledigen. Außerdem musst du beim Arbeitsvertrag auf ein paar Stolpersteine achten. Und was hat es eigentlich mit den Mitarbeitern im Büro auf sich? Musst du bei deiner Bewerbung für einen Nebenjob im Büro auf besondere Qualifikationen achten? Rund um diese Fragen findest du hier Antworten. So findest du den passenden Minijob. Vielleicht tatsächlich im Büro?

Bürohilfe: Was erwartet dich?

Hinter dem Begriff Bürohilfe können sich viele Tätigkeitsfelder verstecken. Denn im Büro wird alles erledigt und abgewickelt, was ein Unternehmen am Laufen hält. Das fängt in der HR-Abteilung an, geht über den Kundenkontakt und hört beim innerbetrieblichen Management noch nicht auf. Klassischerweise werden durch einen Nebenjob aber die folgenden Positionen in einem Büro besetzt:

  • Assistenz. Als Aushilfe im Büro hilfst du bei allen Aufgaben aus, die ohne große Vorkenntnis erledigt werden können und daher keine Fachkraft erfordern. Das kann einfache Kopierarbeiten bedeuten, aber auch anspruchsvolle Zuarbeit wie Recherche. Erkundige dich daher immer ganz konkret nach deinen Aufgaben.
  • Kommunikation. Viele Arbeitgeber stellen für die internen Kommunikationswege extra Bürohilfen ein, die den Mailverkehr und auch den Schriftverkehr erledigen. Termine müssen abgesprochen und gebucht werden, zu Meetings muss eingeladen werden und auch andere Aufgaben erfordern tagtäglich Absprachen zwischen den Mitarbeitern. Das nimmt viel Zeit in Anspruch, die eine Bürohilfe hervorragend übernehmen kann.
  • Projektarbeit. Gerade Studenten werden im Büro häufig auch bereits inhaltlich eingesetzt. Zwar bist du noch im Studium und keine ausgebildete Fachkraft, trotzdem profitieren Unternehmen von deinem Wissen und den neuen Ideen.
  • Telefondienst. Auch diese, nicht unbedingt beliebteste Aufgabe, gehört zu den klassischen Bereichen im Büro, die gerne an Minijobber vergeben werden. Dafür brauchst du vor allem gute Nerven und die Fähigkeit, dich gut auszudrücken.

Diese vier Bereiche bilden nur einen kleinen Teil der Aufgaben ab, die im Büro auf dich zukommen können. Um dir ein genaues Bild des Nebenjobs zu machen, ist es daher sehr wichtig, genau nachzufragen. Sonst landest du nachher genau dort, wo du eigentlich nicht hinwolltest.

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Minijob im Büro: Die gefragtesten Eigenschaften

Auch hier muss direkt zu Beginn deutlich werden: Je nach Job können sich die gefragten Qualifikationen stark unterscheiden. Besonders im Bereich der Projektarbeit musst du häufig individuelle fachliche Kenntnisse haben, ohne die es schwer wird, den Job zu ergattern. Die folgenden Kenntnisse und Fertigkeiten bilden trotzdem die am häufigsten gesuchten Eigenschaften ab:

  • Grundlegende Kenntnisse der Microsoft-Programme wie Word und Excel. Du musst kein Genie sein und seitenlange Excel-Codes schreiben können. Meistens hilft auch die Fähigkeit, ein Problem googeln zu können. Aber die Basics sollten schon sitzen.
  • Sicherer Umgang mit Mailprogrammen, Kalenderfunktionen und Task-Leisten. Insbesondere, wenn du als Assistenz eingesetzt wirst, solltest du auf diesem Bereich fit sein, da alle Termine digital abgespeichert werden. Kleine Fehler können große Folgen haben.
  • Teamfähigkeit. In einem Büro arbeiten häufig mehrere Mitarbeiter, die alle irgendwie von dir als Bürohilfe profitieren wollen. Ein sicheres Auftreten und die Einstellung, auch mal einen Schritt umsonst zu gehen, helfen dir immer weiter.
  • Kommunikationsstärke. Gerade als Aushilfe im Büro ist es dein Job, Informationen korrekt weiterzugeben und einzutragen. Dafür musst du dich in Wort und Schrift fehlerfrei und verständlich ausdrücken können.
  • Stressresistenz und Sorgfalt. Schnelles und sorgfältiges Arbeiten sollten sich bei dir nicht ausschließen, wenn du im Büro glücklich werden willst. Stressige Montage, Abgabefristen und kurzfristige Meetings sind keine Seltenheit und wollen trotzdem sorgfältig vorbereitet werden.

Mit Teamstärke, einer guten Ausdrucksweise und einigen fachlichen Fertigkeiten bist du also schon ganz vorne dabei, wenn es um die Jobs im Büro geht. Aber zugegeben: Das bringen auch hundert andere Kandidaten mit. Achte also darauf, dich bei deiner Bewerbung so individuell wie möglich zu präsentieren. Du bist der weltbeste Büro-DJ? Bringst Zimmerpflanzen mit, die noch jede Büroatmosphäre verbessert haben? Oder bist Weltmeister im Protokoll schreiben? Lass dir was einfallen und heb dich von der Masse ab!

Minijob oder Teilzeit: Was ist die beste Lösung für dich?

Wenn du dich nun in den gesuchten Eigenschaften wiedergefunden hast und auch die Einsatzbereiche das sind, was du suchst, dann geht es nun an die Suche nach dem passenden Job. Gerade als Student musst du dir hier am besten vorher Gedanken machen, denn viele steuerliche Vorteile sind an bestimmte Grenzen gebunden. Die folgenden zwei Modelle sind am häufigsten in Arbeitsverträgen wiederzufinden:

1. 450-Euro-Bürohilfe. Bei diesem Nebenjob musst du keine Extrakosten fürchten. Die Arbeitszeit beträgt in der Regel ca. 10 Stunden pro Woche, womit du nicht über 450 Euro im Monat kommen solltest.

2. Bürohilfe in Teilzeit als Werkstudent. Diese Option ist sowohl für Arbeitgeber als auch für Studenten sehr vorteilhaft. Obwohl du regulär als Teilzeitkraft eingestellt bist, kannst du weiterhin in der studentischen Krankenversicherung bleiben und musst keine Beiträge zur Renten- und Pflegeversicherung zahlen. Allerdings musst du hier aufpassen: Deine wöchentliche Arbeitszeit darf 20 Stunden nicht überschreiten. Auch als BAföG-Empfänger oder als familienversicherter Student lohnt sich der Gang zum Steuerberater vor dieser Entscheidung.

Job im Büro: Das sind die Vorteile

Wenn du dich jetzt auf die Suche nach den ersten Jobs gemacht hast und von den vielen Angeboten  völlig erschlagen bist, dann lohnt sich der Blick auf die Vorteile eines Nebenjobs im Büro. Dort sammelst du nicht nur wertvolle praktische Erfahrung und bereitest dich auf den Einstieg in das Berufsleben vor, du bekommst auch die Möglichkeit, erste Kontakte zu knüpfen.

Außerdem hast du als Bürohilfe auch andere Vorteile. Zum Beispiel geregelte Arbeitszeiten, sehr häufig Gleitzeit und die Arbeit zusammen im Team. Das kann neben dem stressigen Studentenalltag genau das Richtige sein, um das schlanke Studentensparschwein wieder auf Vordermann zu bringen.

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Über die Autorin: Sofia Nelles ist waschechte Digital Native und Masterstudentin an der HAW Hamburg. Sie ist begeistert von fertigen To-Do-Listen, gutem Wetter in Hamburg und Out-of-the-Box Ideen.