5 typische Fehler, die du bei deiner nächsten Bewerbung vermeiden solltest

5 typische Fehler, die du bei deiner nächsten Bewerbung vermeiden solltest

Kategorie: Bewerbung

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin für Ihre ausgeschriebene Stelle nicht geeignet... Mit dieser Aussage kann niemand auf der Welt einen passenden Job finden. Nun wirst du einwenden, dass auch keiner solche Sätze in seine Bewerbung aufnimmt. Wörtlich sicher nicht, doch es gibt einige beliebte Fehler, die im Prinzip genau das aussagen. Die folgenden fünf Missgriffe solltest du in deinem Anschreiben deshalb unbedingt vermeiden, wenn du zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen werden möchtest.

Erster Fehler: Fehlende Motivation

Das Bewerbungsschreiben soll das Interesse des Arbeitgebers für den Bewerber wecken. Mit aneinandergereihten Standard-Formulierungen kann das jedoch unmöglich gelingen. Sei dir sicher: Personalchefs, die für ein großes Unternehmen tätig sind oder einen begehrten Job anbieten, kennen jede Vorlage aus dem Internet. Entsprechend schnell werden Sie sehen, wer sich wirklich für die Stelle interessiert und sich die Mühe eines individuellen und persönlichen Schreibens gemacht hat. Letztlich kannst du dir mit wohlüberlegten Formulierungen Zeit sparen, denn die Chance auf eine Anstellung steigt mit durchdachten und kreativen Sätzen deutlich.

Zweiter Fehler: Flüchtigkeit in Rechtschreibung und Grammatik

Hektisch, unkonzentriert und wenig sorgfältig – würdest du einen Bewerber mit diesen Eigenschaften einstellen? Wohl kaum. Flüchtigkeitsfehler im Anschreiben hinterlassen jedoch genau diesen Eindruck. Diese solltest du deshalb unbedingt vermeiden. Ein Korrekturprogramm ist dabei eine große Hilfe. Doch Vorsicht: Nicht alle Flüchtigkeitsfehler werden von der automatischen Rechtschreibprüfung erkannt. Der Computer weiß nicht, ob ein „verschließen“ oder „verschleißen“ gemeint ist. Prüfe den Text deshalb Wort für Wort, notfalls Buchstabe für Buchstabe, bevor er abgeschickt wird. Korrigiere dabei ebenso sorgfältig deinen Lebenslauf!

Dritter Fehler: Unpersönliche Anrede

Wusstest du, dass „Robin“ in Deutschland weiblich und männlich sein kann? Was das mit deiner Bewerbung zu tun hat? Ganz einfach: Frau Robin Mustername wir ganz sicher nicht erfreut sein, mit „Herr“ angesprochen zu werden. Es gilt: Die persönliche Anrede des Sachbearbeiters oder der Sachbearbeiterin ist wichtig und dem unpersönlichen „Damen und Herren“ nach Möglichkeit vorzuziehen. Den Namen findest du oft am Ende der Stellenanzeige oder im Internet. Im Rahmen der Anrede gibt es außerdem noch einen Fehler, den du vermeiden solltest: Achte darauf, die Höflichkeitsform „Sie“ immer großzuschreiben!

Vierter Fehler: Fehlende Ehrlichkeit

Wer zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden möchte, muss sich und seine Fähigkeiten positiv präsentieren. Selbstverständlich sollten alle nützlichen Abschlüsse, Ausbildungen und Erfahrungen in deinen Text einfließen. Dabei dürfen jedoch keinesfalls Qualifikationen erfunden werden – weder im Anschreiben noch im Lebenslauf. Meistens werden diese ohnehin erkannt, woraufhin eine Bewerbung direkt im Papierkorb landet. Selbst wenn die unwahren Aussagen zunächst unbemerkt bleiben, können sie später im Bewerbungsgespräch zum Verhängnis werden. Dann sind sie in keinem Fall zu entschuldigen.

Fünfter Fehler: Arroganz und Bettelei

Zugegeben, es ist nicht leicht, ein perfektes Bewerbungsschreiben zu gestalten und es gibt keinen Königsweg, der dich ohne Anstrengung zum Traumjob führt – und wie steil der Pfad zum Gipfel auch sein mag, Arroganz und Bettelei führen unweigerlich ins Tal der Enttäuschten. Das heißt: „Dies ist meine 29. Bewerbung, um einen Job zu finden. Ich würde Sie bitten, mir die Chance für eine persönliche Vorstellung zu geben“ ist ebenso unpassend wie „im persönlichen Vorstellungsgespräch werden auch Sie schnell von meinen Fähigkeiten überzeugt sein“.